Das beste Aktiendepot in Österreich

Lohnt sich ein Depot bei einem deutschen Anbieter oder sollte man als Österreicherin oder Österreicher lieber das Depot bei einer heimischen Bank eröffnen? Beides hat Vor- und Nachteile, was die Gebühren und die steuerliche Situation angeht. Wir haben uns daher die unterschiedlichen Depots mal genauer angeschaut.

Was du wissen solltest
  • Die Brokerlandschaft in Österreich ist sehr viel kleiner als in Deutschland. Durch die mangelnde Konkurrenz sind die Broker sehr viel teurer und in ihrer Preisgestaltung sehr viel unübersichtlicher.
  • Die Depotgebühren der meisten österreichischen Broker setzen sich aus einem kleinen Prozentbetrag des Depotvolumens zusammen. Hinzu kommt ein Mindestbetrag pro Wertpapier und manchmal ein Mindestbetrag pro Depot.
  • Von allen Brokern ist Flatex.at der mit Abstand günstigste. Dieser erhebt keine Depotgebühren und nur eine pauschale Gebühr für die Ausführung von Sparplänen.
So gehst du vor
  • Vergleiche die Preise verschiedener Broker, indem du berechnest, welche Gebühren bei deinem Verhalten in etwa entstehen könnten.
  • Informiere dich bei deinem Broker, ob die ETFs oder Aktien, die du besparen möchtest, auch tatsächlich verfügbar sind.
  • Wenn du dir zutraust, dich selbst um die Versteuerung deiner Kapitalerträge zu kümmern, kannst du auch deutsche Depotanbieter miteinander vergleichen. Diese sind in der Regel deutlich günstiger, führen die Steuer aber nicht automatisch an das Finanzamt ab.
Inhaltsverzeichnis

Gebühren sind sehr unübersichtlich

Gebühren unterschiedlicher österreichischer Depotanbieter zu vergleichen, ist eine haarsträubende Aufgabe. So findet sich kaum ein eine depotführende Bank, bei der sich die anfallenden Gebühren auf wenige Posten beschränken und einfach überblicken lassen. 

Ein besonders schönes Beispiel stellt hier die Hello Bank dar. Zunächst werden hier jährliche Kosten für die Depotführung fällig. Für Vermögen in Fonds (außer ETFs!) fällt eine jährliche Gebühr von 0,1% des Vermögens an. Bei der Erstellung des Konditionenverzeichnisses dachten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber vermutlich “warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht”? Daher gibt es ergänzend zu den 0,1% des Vermögens eine Mindestgebühr von 4,50€ p.a. pro Position. Und da ängstliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter offensichtlich die Sorge hatten, mancher Kunde könnte dann nur ein oder zwei Positionen im Depot haben, gibt es noch ein weiteres absolutes Minimum von 12,50€ pro Jahr. Dass das Verrechnungskonto ebenfalls eine jährliche Gebühr kostet, würde hier den Rahmen sprengen – dazu später mehr.

Auch die Erste Bank verwendet eine ähnlich undurchsichtige Staffelung und bezeichnet ihr Angebot immerhin als “das modernste Banking Österreichs”. Mit unter anderem 0,232714% Depotgebühr pro Jahr ist die Erste Bank in unserem Vergleich immerhin die genaueste Bank Österreichs.

Vor- und Nachteile eines deutschen Brokers in Österreich

Die Brokerlandschaft in Österreich ist bei Weitem nicht so breit gefächert wie in Deutschland. Zudem gibt es einige Broker, die ihr Geschäft in Österreich einstellen, wie beispielsweise die ING und die Generali Bank. Zudem scheint das passive Investieren in ETFs mittels Sparplänen erst sehr langsam Einzug in die österreichische Bankenwelt zu finden. Wie eingangs bereits erwähnt, bezeichnet sich die Erste Bank als die modernste Bank Österreichs. Erst kürzlich begann diese ETF-Sparpläne anzubieten und Stand Mai 2021 können dort gerade einmal zwei ETFs von iShares bespart werden. 

In Sachen Gebührentransparenz lässt die österreichische Brokerlandschaft stark zu wünschen übrig. Bereits erwähnt wurde die komplizierte Berechnung von Depotgebühren und anderen Gebühren. Bei manchen Banken lässt sich jedoch ohne ein Konto zu eröffnen im Konditionenverzeichnis nicht einmal herausfinden, wie viel die Ausführung eines Sparplans überhaupt kostet – so gesehen bei der Erste Bank.

Was das Angebot an günstigen oder kostenlosen Brokern angeht, sind andere Länder hier schon einige Nasenlängen voraus, sodass sich durchaus Geld sparen lässt, indem man sich gegen einen österreichischen und beispielsweise für einen deutschen Broker entscheidet. Doch dies hat leider auch seine Nachteile.

Lohnt sich ein ausländisches Depot?

Betrachten wir lediglich die Gebühren für Depotführung und den Wertpapierhandel, kann sich ein ausländisches, z.B. ein deutsches Depot im Vergleich zu einem österreichischen Depot definitiv lohnen. Bei vielen dieser Depotanbieter sind die Gebühren sehr viel einfacher und transparenter gestaltet und du läufst nicht Gefahr, von unerwarteten Kosten überrascht zu werden.

Dennoch hat ein ausländisches Depot seinen Preis: Um die Versteuerung von Gewinnen musst du dich selbst kümmern. Wer sich das zutraut und die Mühe nicht scheut, kann ganz klar Kosten sparen.

Depotvergleich: Ein günstiges Depot in Deutschland finden

Schaue gerne auch in unserem Depotvergleich für deutsche Depotanbieter vorbei. Wenn du dich mit der steuerlichen Situation auseinandergesetzt hast und gerne Depotgebühren sparen möchtest, kannst du dort das für dich passende Depot finden: Zum Vergleich.

So haben wir getestet

In diesem Vergleich werden wir sogenannte “steuereinfache” Depots miteinander vergleichen. Das bedeutet, die depotführende Bank führt die Kapitalertragsteuer auf Gewinne und Ausschüttungen automatisch an das Finanzamt ab. Dies sind allesamt österreichische Broker.

Nicht getestet haben wir Anbieter, die ihr Geschäft in absehbarer Zeit in Österreich einstellen werden, sowie Broker, die absolut keine (ETF-)Sparpläne anbieten.

Getestet haben wir das Depotangebot der folgenden Anbieter:

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ausgestaltung von Gebühren, lassen sich diese nicht einfach miteinander vergleichen. Unter Umständen vergleicht man hier Äpfel mit Birnen. Daher haben wir verschiedene Szenarien erstellt und rechnen jeweils aus, was diese pro Jahr kosten würden:

  1. Depotgebühr
    Ein Depot, welches zwei Positionen im Wert von insgesamt 10.000€ enthält.
  2. Kosten von ETF-Sparplänen
    Ein Depot, welches zwei Positionen im Wert von insgesamt 10.000€ enthält. Zudem wird jeden Monat ein ETF-Sparplan im Wert von 500€ ausgeführt.
  3. Kauf- und Verkaufskosten ohne Sparplan
    Ein Depot, welches zwei Positionen im Wert von insgesamt 10.000€ enthält. Pro Jahr werden zwei Käufe im Wert von 1.000€ getätigt.

Depotgebühr

Bei den meisten Depotanbietern berechnet sich die Depotgebühr nach dem folgenden Prinzip: 

  • Pro Position wird pro Jahr ein prozentualer Anteil des Wertes fällig. Dieser bewegt sich zwischen 0,1% und 0,3%.
  • Pro Position wird zudem pro Jahr ein Mindestbetrag fällig. Dieser bewegt sich zwischen 2,53€ und 5€.
  • Pro Depot wird jährlich ein Mindestbetrag fällig, wenn die zwei vorherigen Beträge geringer sind. Dieser bewegt sich zwischen 0€ und 15,36€.
  • Viele Depotanbieter verlangen zudem eine Gebühr für das Verrechnungskonto. Auf dieses Konto werden Ausschüttungen oder Erlöse aus Verkäufen ausbezahlt. Zudem werden Kosten und Gebühren für Käufe davon eingezogen.

Vergleichen wir nun also, wie viel die unterschiedlichen Depots pro Jahr kosten, wenn sich darin 10.000€ und jeweils 2 Positionen befinden.

AnbieterDepotgebühr pro JahrVerrechnungskonto pro JahrSumme pro JahrAnteil am Vermögen
Flatex.at0,00€0,00€0,00€0,00%
DADAT7,50€10,12€17,62€0,18%
Erste Bank23,27€0,00€23,27€0,23%
Hello Bank12,50€18,00€30,50€0,31%
Bank Direkt10,70€19,92€30,62€0,31%
Börse Live (Raiffeisen)30,00€*30,00€*0,30%
Quelle: Konditionen-Verzeichnisse der Banken, 10/21
*Siehe Text

Besonders günstig ist hier der Broker Flatex. Weder für das Verrechnungskonto noch für das Depot fallen hier Kosten an – mit einer Einschränkung: Auf Guthaben auf dem Verrechnungskonto fallen Negativzinsen von -0,4% pro Jahr an. In der rechten Spalte haben wir verglichen, welchen Anteil die Gebühren im Vergleich zum Gesamtvermögen des Depots ausmachen. Um diesen Betrag mindert sich durch die Kosten nämlich die jährliche Rendite.

Besonders hohe Gebühren fallen hier bei der Hello Bank und der Bank Direkt an. Die Jahresrendite verringert sich dadurch um 0,31%.

Möglicherweise ist ein Depot bei einer Raiffeisenbank über Börse Live noch teurer. Über Börse Live wird keine Gebühr für das Verrechnungskonto erhoben, da dieses bei einer lokalen Raiffeisenbank eröffnet werden muss. Diese bestimmt dann die Gebühr. Mit Depotgebühren von 30€ ist Börse Live jedoch auch ohne die Gebühren für ein Verrechnungskonto schon beinahe der teuerste Broker.

So setzen sich die Depotgebühren jeweils zusammen

Die Summen der obigen Depotanbieter geben einen ersten Hinweis darauf, bei wem man besonders günstig oder besonders teuer wegkommt. Wie setzen sich diese Kosten aber genau zusammen? Wir haben es für dich aufgeschlüsselt. Die sind grundsätzlich ein kleiner Prozentsatz des Gesamtvermögens pro Jahr. Ausgenommen ist hier Vermögen in Fonds, dazu zählen aber keine ETFs. Hinzu kommt eine Mindestgebühr pro Position im Depot und bei der Erste Bank und der Hello Bank auch insgesamt eine Mindestgebühr.

AnbieterAnteil am Gesamtvermögen p.a.Minimum pro Position p.a.Mindestens p.a.
Flatex.at
DADAT0,075%2,53€
Erste Bank0,232714%2,76€15,36€
Hello Bank0,1%4,50€12,50€
Bank Direkt0,107%4,94€
Börse Live (Raiffeisen)0,3%5,00€
Quelle: Konditionen-Verzeichnisse der Banken, 10/21

Kosten von (ETF-)Sparplänen

Zunächst ein Wort zu dem Verhältnis von österreichischen Brokern und ETFs: Es ist kompliziert. Oder um es positiv zu formulieren: So langsam kommt auch hier der Trend an. Die meisten Broker sind eher auf aktive Fonds spezialisiert und bewerben diese auf ihren Websites. So gibt es zwar durchaus Sparpläne, aber nicht immer eine wirklich zufriedenstellende Auswahl an ETFs.

Die Kosten für die Ausführung von Sparplänen berechnen sich bei den meisten Brokern prozentual zur Anlagesumme. Diese beträgt zwischen 0,2% und 1,9% und manche Broker schlagen hier noch einen pauschalen Betrag von einem bis zwei Euro drauf. Lediglich Flatex tanzt hier aus der Reihe: Die Ausführung eines Sparplans kostet hier immer pauschal 1,50€. Das lohnt sich vor allem bei höheren Sparbeträgen.

Vergleichen wir einmal, wie viel die jeweilige Ausführung von Sparplänen bei unterschiedlichen Sparbeträgen kostet.

NameMindestsparrate25€-Sparplan50€-Sparplan500€-Sparplan
Flatex.at25,00€1,50€1,50€1,50€
DADAT30,00€0,84€1,63€
Hello Bank50,00€2,14€3,38€
Börse Live (Raiffeisen)100,00€9,50€
Bank Direkt100,00€9,50€
Erste Bank50€(7,95€)(7,95€)
Quelle: Konditionen-Verzeichnisse der Banken, 10/21

Um die einzelnen Anbieter vernünftig miteinander zu vergleichen, rechnen wir ein konkretes Szenario aus und vergleichen, wie viel dieses bei den einzelnen Banken pro Jahr kostet. Wir nehmen hier ein Depot mit einem Wert von 10.000€ an, in dem sich zwei Positionen befinden. Zudem führen wir jeden Monat einen Sparplan in Höhe von 500€ aus. 

NameKosten für Depot und VerrechnungskontoKosten für zwölf SparplanausführungenGesamt%
Flatex.at0,00€18,00€18,00€0,18%
DADAT17,62€19,50€37,12€0,37%
Hello Bank30,50€40,50€71,00€0,71%
Börse Live (Raiffeisen)30,00€114,00€144,00€1,44%
Bank Direkt30,62€114,00€144,62€1,45%
Erste Bank23,27€95,40€*118,67€*1,19%*
Quelle: Konditionen-Verzeichnisse der Banken, 10/21
*Siehe Text

Hier fallen die Kosten besonders unterschiedlich aus. Mit Abstand am günstigsten ist auch hier wieder der Broker Flatex, dessen Gebühren die Rendite lediglich um 0,18% pro Jahr mindern und somit kaum ins Gewicht fallen. Der zweitgünstigste Broker DADAT ist hier schon doppelt so teuer. 

Die Erste Bank – wir erinnern uns, die nach eigenen Angaben modernste Bank Österreichs – hat erst im Jahr 2021 ETF-Sparpläne in ihr Angebot aufgenommen und begann mit einer Auswahl von sage und schreibe zwei ETFs. Die Konditionen, zu denen Sparpläne ausgeführt werden, finden sich seitdem hingegen nicht im Konditionenverzeichnis, sodass wir hier die gewöhnlichen Kaufkosten für Aktien und ETFs annehmen. Möglicherweise kommen jedoch für die Ausführung von Sparplänen andere Kosten zustande.

ETF-Angebot noch sehr bescheiden

ETFs haben noch nicht einen so breiten Einzug in die österreichische Brokerlandschaft erhalten wie in anderen Ländern. Viele Banken sind vollkommen auf aktive Fonds oder Aktien spezialisiert und entsprechend lesen sich auch die Konditionen. Dennoch liegt hier viel Veränderung in der Luft und manche Banken beginnen langsam dem ETF-Trend zu folgen. Bevor du dich für einen Broker entscheidest, solltest du sorgfältig überprüfen, ob deine favorisierten ETFs tatsächlich auch handelbar sind. Leider geben viele Banken darüber keine Auskunft über ihre Website. Ein Anruf beim Kundenservice könnte hier also Licht ins Dunkel bringen.

Kauf- und Verkaufskosten ohne Sparplan

Seien es Aktien oder ETFs – nicht immer investiert man in regelmäßigen Intervallen über einen Sparplan. Das kann zum Beispiel bei einer Core-Satellite-Strategie der Fall sein, wenn man neben einem Vermögen in ETFs auch noch einige Einzelaktien hält. Um die Kosten der verschiedenen Depotanbieter realistisch einschätzen zu können, vergleichen wir das folgende Szenario:

Das Depot hat wieder einen Wert von 10.000€ und es befinden sich zwei Positionen darin. Pro Jahr werden zwei Käufe und zwei Verkäufe im Wert von 1.000€ getätigt. 

NameKosten für Depot und VerrechnungskontoKosten für je zwei Käufe und VerkäufeGesamt%
Flatex.at0,00€23,60€23,60€0,24%
DADAT17,62€19,60€37,22€0,37%
Erste Bank23,27€31,80€55,07€0,55%
Hello Bank30,50€26,80€57,30€0,57%
Bank Direkt30,62€31,60€62,22€0,62%
Börse Live (Raiffeisen)30,00€80,00€110,00€1,10%
Quelle: Konditionen-Verzeichnisse der Banken, 10/21

Hier ist Flatex – zumindest bei den Handelskosten – mal nicht der Spitzenreiter. Bei den Gesamtkosten ist der Broker aber dennoch wieder an der Spitze, was durch die kostenlose Depotführung zustande kommt. Am teuersten sind die beiden Raiffeisen-Broker: die Bank Direkt und Börse Live. Insbesondere Börse Live reduziert die Jahresrendite mit den Gebühren um mehr als ein Prozent. Hier sei angemerkt, dass je nach lokaler Raiffeisenbank die Kosten noch höher sein können, da diese ggf. eine Gebühr für das Verrechnungskonto erhebt.

Die Verkaufskosten sind in der Regel gleich hoch wie die Kaufkosten. Mit einer Ausnahme: Die Hello Bank erhebt für Verkäufe von Fonds, also auch ETFs, eine leicht höhere Gebühr als für Aktien.

So setzen sich die Verkaufsgebühren zusammen

Im Einzelnen setzen sich diese Verkaufsgebühren wieder aus verschiedenen Komponenten zusammen. In der Regel beträgt die Gebühr einen kleinen Prozentsatz des Ordervolumens, mindestens jedoch einen bestimmten Betrag. Bei Flatex beträgt die Gebühr pauschal 5,90€. Andere Broker schlagen noch einmal eine Pauschale zusätzlich oben drauf. Einzug bei der Erste Bank ist die Ordergebühr für den Verkauf von Aktien auf 65,95€ gedeckelt.

NameAnteil am OrdervolumenMindestgebührZusätzliche Gebühr
Flatex.at5,90€
DADAT0,1%3,90€
Erste Bank0,22%7,95€
Hello Bank0,175%Max. 65,95€
(ETFs: Mindestens 5,95€)
4,95€(ETFs: 2,95€)
Bank Direkt0,195%5,95€
Börse Live (Raiffeisen)0,25%17,00€3,00€
Quelle: Konditionen-Verzeichnisse der Banken, 10/21

Flatex: Der modernste Broker Österreichs

Der einzige Broker, der durch niedrige Kosten sowie ein modernes Sparplanangebot auffällt, ist Flatex. Zwar ist Flatex ein deutscher Broker, doch mit Flatex.at besitzt dieser eine österreichische Niederlassung, sodass dieser steuereinfach ist: Die Kapitalertragsteuer wird automatisch an das Finanzamt abgeführt, ohne dass du dich da weiter drum kümmern musst.

Mit einem Angebot von 160 ETFs reicht dieser zwar nicht an deutsche Broker heran, hebt sich aber deutlich von seiner österreichischen Konkurrenz ab. Wenn du ein passives Vermögen ansparen möchtest und dabei unnötige Kosten vermeiden möchtest, ist Flatex daher unsere klare Empfehlung. 

Falls du dennoch etwas mehr Gebühren sparen möchtest und den Aufwand nicht scheust, dich selbst um die Versteuerung der Kapitalerträge zu kümmern, schaue dir gerne unseren Sparplan-Vergleich an, bei dem du den für dich passendsten deutschen Broker finden kannst.

Finanzfluss
  • Keine Depotgebühren

  • 160 ETF-Sparpläne

  • Geringe Gebühr für die Sparplanausführung

  • Teilweise kostenlos besparbare ETFs

Das günstigste, transparenteste und reichhaltigste Angebot an ETF-Sparplänen findet sich bei Flatex.

Zum Angebot

Ausländische Broker in Österreich: Steuerlich kompliziert

Der große Vorteil eines österreichischen Brokers ist, dass diese die Kapitalerträge automatisch versteuert und die Steuern an das Finanzamt abführt. Als Anlegerin oder Anleger muss man sich in diesem Falle also nicht mehr aktiv um die Versteuerung kümmern. 

Wer ein Depot eines ausländischen Anbieters nutzt, muss hingegen selbst aktiv werden. Die realisierten Gewinne müssen jedes Jahr an das Finanzamt gemeldet werden, indem man eine Steuererklärung abgibt. Erst dann wird das Finanzamt die Steuer fordern. Dividenden und andere Gewinne sollten also nicht komplett reinvestiert oder anderweitig ausgegeben werden, sondern du solltest eine kleine Rücklage bilden, aus der die Forderung des Finanzamtes beglichen werden kann.

Die Kapitalertragsteuer in Österreich beträgt 27,5%. Gewinne und Verluste können miteinander verrechnet werden, sodass du in jedem Falle eine kleine Buchhaltung führen solltest, um letztlich nicht zu viele Steuern bezahlen zu müssen.

Viele Banken erstellen jeweils im ersten Quartal des Folgejahres eine Übersicht über die realisierten Gewinne und Verluste. Diese ist für die Angaben in der Steuererklärung hilfreich.

Häufig gestellte Fragen